Der April

 
Do 29 April 2021  20Uhr
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Theater Jetzt zeigt «Trainingslager»:
Endlich die Ostschweiz verstehen

Die Ostschweiz und ihr geplatzter Olympiatraum in einem Kammer-Musical.

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Wie ticken die Ostschweizer? Dieser Frage geht das schräg-komische Kammer-Musical «Trainingslager» nach. Ausgangslage ist ein Olympiastadion, das in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts von einem gewissen Rudolf Emil Pfändler aus St.Gallen geplant worden ist. Zusammen mit seinem Ostschweizer Olympiakomitee lernt Rudolf Emil Pfändler dabei zünftig die hiesige Mentalität kennen – und fällt schon beim Entfachen des Olympiafeuers von einem Baum auf den Kopf. Seither liegt er auf seinem Trainingslager und sinniert darüber nach, wie es hat soweit kommen können. Es spielen Martina Flück, Sandro Schneebeli und Oliver Kühn. Premiere am 20. November in der Militärkantine St.Gallen, danach Tournee durch die Ostschweiz.

Am Anfang dieses Stückes steht fest: «Mir Oschtschwyzer müent emol allne e so richtig bewiese, wer mir sind und wa mir alles chönt». Also planen sie ein Olympiastadion. 1929 erschien tatsächlich in einer «Schreibmappe» der Buchdruckerei «Zollikofer & Cie» in St.Gallen eine Planzeichnung, die minutiös beschreibt, wie ein solches Stadion hätte aussehen können. Diese Planzeichnung ist Ausgangslage für das Stück «Trainingslager».

Ein Olympiakomitee für die Ostschweiz
Im Olympiakomitee treffen vier Ostschweizer «Archetypen» aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden zusammen, um gemeinsam den «Spirit oft the Games» leuchten zu lassen. Dass sich ihnen dabei schnell die interkantonalen, wie auch Stadt/Land – Mentalitätsunterschiede entgegenstellen, merken die vier schon nach der ersten OK – Sitzung. Als sich schliesslich Rudolf Emil Pfändler nach langwierigen Debatten erdreistet, alleine und «als leuchtendes Beispiel» die Olympiaschale zu entfachen, erlebt er nach der «akrobatischen Feuerrolle» eine böse Überraschung – und fällt tief. Und auf den Kopf. Seither liegt er in seinem Bett und weiss nicht mehr so genau, was wahr ist und was erfunden.

Prominente Recherche-Partner
Dass das Thema vom gemeinsamen Projekt für die Ostschweiz auch in der Neuzeit nicht frei erfunden ist, weiss man spätestens seit der 2016 abrupt beendeten Diskussion über die Durchführung einer EXPO in der Ostschweiz. 2027 hätte diese stattfinden sollen – wenn nicht die Ostschweizer Stimmbürger*innen das Projekt schon beim Planungskredit gebodigt hätten. Die Macher von Trainingslager unterhielten sich deshalb im Vorfeld mit Martin Heller (künstlerischer Direktor der EXPO 2002 und Berater zur geplanten EXPO 2027), Marco Sacchetti (Pro EXPO 2027, Generalsekretär des Thurgauischen Departementes für Bau und Umwelt) und der Nationalrätin Esther Friedli (Contra EXPO 2027, SVP, SG). Ihre und andere Meinungen über die Ostschweizer und ihre Eigenheiten und «Mödeli» flossen in die Entstehung von «Trainingslager» mit ein.

Premiere am 20. November in St.Gallen in der Militärkantine, danach Tournee durch die Ostschweiz. Spieldaten, Infos, Reservation sowie Original Planzeichnung des Stadions und Zitate der Interviewten unter www.theaterjetzt.ch

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Kammer-Musical in Corona-Zeiten
Musik-Theater in Corona-Zeiten? Das geht bei dieser Produktion, war doch von Anfang an gedacht, das Ganze als «Kammer-Musical» zu zeigen. Maximal 40 Personen mit Schutzmaske können sich das Stück anschauen, ein Corona-Konzept ist erstellt.

Idee/Recherche: Oliver Kühn
Spiel: Martina Flück, Oliver Kühn, Sandro Schneebeli
Musik: Sandro Schneebeli
Produktionsleitung: Jacques Erlanger, Liselotte Hunziker-Kraessig
Bühnenbau: Stefan Kreier
Burratini: Romina Polli
Kostüme: Joachim Steiner
Filme: Theresa Strack-Hofer
Grafik: Amanda Züst, Roman Fritschi
Büro Reservation: Lilo Wellinger
Plakatierung: Rubel U. Vetsch, 8daysaweek